Jul 20, 2019 Last Updated 7:51 AM, Jul 2, 2019

Lernwelten 2019

12. - 13. September 2019, Fachhochschule Kärnten, Campus Klagenfurt &...

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Franziska Reuther

hpsmedia

Lisa Rußwurm, Prof. Dr. Thomas Knieper

Dieser Beitrag befasst sich mit der Notwendigkeit einer Medienkompetenzausbildung für heilpädagogische Fachkräfte, um die soziale Teilhabe von Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen gewährleisten zu können. Es wird der Blended-Learning Kurs „Inklusiv digital“, für das vom BMBF, den ESF und der EU geförderte Projekt PADIGI, vorgestellt. Die teilnehmenden Fachkräfte erhalten neben einer theoretischen Grundlagenausbildung auch eine praktische Schulung im Umgang mit speziellen Tools und Apps, die sich für den Einsatz in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen eignen. Als zentrale Kursziele können die Sensibilisierung für das Thema Medienkompetenz sowie die praktische Schulung des Fachpersonals hervorgehoben werden.

Dr. Karin von Moeller, Sebastian Flottmann, Simone Rechenbach, Prof. Dr. Birgit Babitsch

Vielfältige Veränderungen im Gesundheitswesen wie Strukturwandel und Digitalisierung bedingen für Fachkräfte in der Gesundheitsversorgung neue Herausforderungen und Veränderungen in der Berufspraxis. Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewältigung dieser Anforderungen ist eine qualitativ hochwertige (Weiter-)Qualifizierung der Gesundheitsberufe. Hierzu werden in dem vom BMBF geförderten Verbundprojekt „Kompetenzentwicklung von Gesundheitsfachpersonal im Kontext des Lebenslangen Lernens“ (KeGL) adäquate wissenschaftliche Zertifikatsangebote für Gesundheitsberufe an Hochschulen entwickelt und erprobt, welche berufsbegleitend die (Weiter-)Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz und eine reflektierende Haltung von im Gesundheitswesen Tätigen sowie eine gute Theorie-Praxis-Verzahnung fördern.

Michèl Süßmilch, Prof. Dr. Ulrike Morgenstern, Prof. Dr. Julia Göhler

Ziel der Studie ist es, typische interkulturelle und interprofessionelle Konfliktsituationen in der Notfallaufnahme zu erfassen, um einen auf diesen authentischen Problemlagen aufbauenden Lehrerworkshop zur Sensibilisierung einer differenzierten Haltung zu konzipieren. Die dafür durchgeführten 12 halbstandardisierten Interviews wurden inhaltsanalytisch ausgewertet und zeigen, dass es an Sprachbarrieren, interkulturellen Haltungs- und Problemmustern (z. B. negative Emotionen und Ablehnung gegenüber bestimmten Patientengruppen, Verantwortungsdelegation) sowie an den sich daraus ergebenden neuen Herausforderungen in der interprofessionellen Zusammenarbeit zu arbeiten gilt.

Prof. Dr. Heidrun Herzberg, Kathrin Bernateck

Die Rekonstruktion professioneller Habitusmuster in der ambulanten Pflege legt die Modifikation beruflicher Praktiken nahe, um notwendige neue Formen der Versorgung zu entwickeln. Der folgende Beitrag identifiziert aktuelle professionelle Orientierungen und schlägt eine Öffnung konkreter Praxis in Richtung eines Bürger-Profi-Mix’ vor. Solche Weiterbildungsperspektiven müssen allerdings an die Orientierungen der betroffenen Zielgruppen anschließen. Habitusmodifikationen brauchen nachhaltige Erfahrungen, in denen implizites Wissen entsteht. Erst dieser Prozess entfaltet die Kompetenz neuer professioneller Reflexivität, die den Rahmen konventioneller gesundheitlicher Versorgungspraxis ausweitet.

Anika Eiben, Sarah Hampel, Prof. Dr. Martina Hasseler

Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken sowie die Versorgungsqualität im Bereich Pflege und Gesundheit zu erhöhen, werden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „Aufbau berufsbegleitender Studiengänge in den Gesundheits- und Pflegewissenschaften“ (PUG II) an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften wissenschaftliche Weiterbildungsangebote im Bereich ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen entwickelt und evaluiert. Mit Hilfe des Blended Learning Konzeptes soll das selbstverantwortliche Lernen nicht-traditionell Studierender gefördert werden.

Dr. Daniela Schmitz, Prof. Dr. Ulrike Höhman

Für eine multiprofessionelle Didaktik für das gemeinsame Lernen von Gesundheits- und Nicht-Gesundheitsberufen ergibt sich die Anforderung, Studierende mit heterogenen beruflichen Sozialisationshintergründen und individuellem Erfahrungswissen zusammen zu bringen und die eigene Perspektive mit den anderen abzugleichen. Das didaktische Konzept für einen multiprofessionellen Studiengang am Beispiel Witten besteht aus den Bausteinen: Blended Learning, multiprofessionelles Lernen und Service Learning. Mit Hilfe der Normalisierungsprozesstheorie können Erfolgsfaktoren und Barrieren des gemeinsamen Lernens identifiziert werden.

Bianca Pircher, Eva Maria Jabinger, Heidi Oberhauser

Um effektive und effiziente Blended-Learning Szenarien in den angebotenen berufsbegleitenden Masterstudien an der fh gesundheit zu gewährleisten, hat sich ein interprofessionelles Projektteam gebildet, welches sich insbesondere mit den lehr- und lernseitigen Gelingensfaktoren beschäftigt. Auf Basis der Frage, inwieweit der lerntheoretische Zugang der Lehrenden die angebotenen Lehrveranstaltungen im Hinblick auf Blended-Learning beeinflusst, wurde das Spannungsfeld „FachexpertIn versus LernbegleiterIn“ im vorliegenden Artikel untersucht. Dabei wurde eine systematische Literaturrecherche und –bearbeitung durchgeführt, um aus den Ergebnissen weitere Schritte für den Projektverlauf abzuleiten.